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|   News aus Tostedt

von Pastorin Gudrun Junge

Ende April und Anfang Mai werden dieses Jahr unsere KonfirmandInnen konfirmiert und bekennen damit ihren Glauben und, dass sie als Christ und Christin leben wollen. Was das für sie bedeutet, haben sie aufgeschrieben.

„Ich glaube an Gott, an Jesus und den Heiligen Geist“, so formulieren es viele der KonfirmandInnen. Das klingt sehr traditionell und ich fragte sie, wie sie das verstehen. Der Heilige Geist ist für sie der Teil von Gott, der sie tröstet und auf sie aufpasst, sie begleitet und schützt wie ein guter Engel und der ihnen Hoffnung schenkt in schwierigen Situationen. „Ich glaube daran, dass es immer einen Ausweg gibt. Genauso wie es immer Hoffnung gibt.“

Das heißt für ihr Tun und Handeln: „Ich finde, dass alle Menschen gleichberechtigt werden sollen und niemand ausgeschlossen werden soll. Ich setze mich für Obdachlose ein, denn jeder kann mal abrutschen und auf der Straße landen.“ – „Ich setze mich dafür ein, dass alle Menschen gleich sind und in unsere Glaubensgemeinschaft aufgenommen werden sollten, egal ob sie homo- oder heterosexuell sind, wo sie herkommen, welche Hautfarbe sie haben oder wie sie leben; dass jeder Mensch genauso viel glauben kann, wie jeder andere auch.“ – „Alle Men- schen werden gleich von Gott geliebt.“ Dazu gehören auch die Tiere. „Ich stehe dafür, dass wir ordentlich mit Tieren umgehen sollten, denn sie sind mit uns geschaffen.“ – „Wir Menschen sollten Tierarten schützen.“

„Was ich noch an unserem Glauben schätze ist die Gemeinschaft.“ Gemeinschaft der Heiligen heißt das im Glaubensbekenntnis, was diese Gemeinschaft auszeichnet, ist: „Ich stehe dafür, dass allen, die in Not sind, geholfen wird. Ich wünsche allen Menschen Gesundheit und denen die krank sind, dass sie schnell wieder gesund werden.“ – „dass jeder Mensch etwas zu essen und zu trinken hat“ – „Ich stehe für Toleranz, Courage und bin gegen Rassismus, Hass und Ausgrenzung.“ – „Ich glaube an Frieden“. – „Zudem wird es nie Frieden sein, wenn Leute ausgegrenzt werden.“ Dass man zusammenhält in christlicher Gemeinschaft, in der Familie unter Freunden und auf der ganzen Welt, das ist den KonfirmandInnen sehr wichtig.

So formulieren die KonfirmandInnen, woran sie glauben und wofür sie stehen. Ihren Alltag als junge Menschen in Schule, Vereinen, in der Familie, unter Freunden und bei uns in der Kirchengemeinde kann man darin wieder finden, Bezüge zu dem, was sie erleben und erfahren. Mögen die KonfirmandInnen ihren Lebensweg von Gott begleitet bestehen können und immer wieder Bestärkung in ihrem Glauben finden. Der Bezug, die Verbindung zwischen ihrem Leben und ihrem Glauben, möge ihnen Kraft, Trost und Hoffnung schenken, so wie die Gewissheit, auf dem richtigen Weg zu sein.

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